Neue Ansätzeund unsere Meinung dazu

SMILE oder FLEX

SMILE, oder auch FLEX oder All-Femto-LASIK ReLEx® genannt, ist eine Methode zur Korrektur der Fehlsichtigkeit mit bisher relativ geringen weltweiten Behandlungszahlen (ca. 500.000 im Vergleich zu 85 Millionen LASIK Behandlungen). Bei dieser Methode wird mit einem Femtosekundenlaser (Infrarotlaser) durch die Kombination von 2 Schnitten in unterschiedlichen Tiefen der Hornhaut und einem 3. Verbindungsschnitt eine linsenförmige Lamelle (Lentikel) geschaffen. Dieser Lentikel wird dann durch einen relativ kleinen Einschnitt an seiner Ober- und Unterseite innerhalb der Hornhaut vom Chirurgen freipräpariert und anschließend aus dieser Eröffnung herausgezogen. Die Form des Lentikels wird so berechnet, dass sie die vorhandene Fehlsichtigkeit korrigieren soll. Dies geschieht den veröffentlichten Studienergebnissen zufolge mit einer recht guten Vorhersagbarkeit, allerdings wird dazu mehr als 20% mehr Gewebe abgetragen als bei der Femto-LASIK.

Der wesentliche und entscheidende Unterschied zur LASIK besteht darin, dass es aus technischen Gründen nicht möglich ist optische Fehler höherer Ordnung bei der Behandlung gezielt mit zu berücksichtigen. Das bedeutet, das weder eine wellenfrontgeführte Behandlung noch z.B. eine topographiegeführte Behandlung möglich ist. Beide Methoden sind aber seit mehr als 10 Jahren wesentlicher Bestandteil der LASIK und haben, wie bei den FDA Zulassungen der WaveLight Laser belegt, die Ergebnisqualität noch einmal deutlich verbessert.

Folgende Nachteile bereiten der Methode Probleme:

  • Komplikationen bei der Lentikelentfernung können zu deutlichen Verzerrungen der Hornhautoberfläche führen und sind nur schwierig zu beheben
  • Der Patient muss selber fixieren und das ist ein Risiko: macht der Patient etwas falsch, ist die Behandlung dezentriert und kaum noch korrigierbar
  • die Zeit bis zu der die volle Sehschärfe wieder erreicht wird ist wegen der deutlich raueren inneren Schnittflächen wesentlich länger als bei der LASIK und kann Wochen betragen
  • Korrekturen kleiner Restfehlsichtigkeiten sind komplex und können nur mit einer zusätzlichen PRK oder LASIK erreicht werden. Meist wird deshalb davon abgeraten.

 

Fazit

Die Femto-LASIK erlaubt eine höchstmögliche Individualisierung der Behandlung indem sie auf die optischen Fehler des Auges sehr detailliert eingeht, während bei der SMILE Methode nur die Fehsichtigkeit anhand der Brillenwerte korrigiert werden kann.

Unserer Meinung nach hat diese Einschränkung einen deutlichen Einfluss auf die Ergebnisqualität.

Daher kommt diese Behandlungsmethode für uns mit der zurzeit zur Verfügung stehenden Technologie nicht infrage.