„Ich entstamme einer Familie „Kurzsichtiger“. Jedes Familienmitglied trägt eine Brille. Die stärksten Minuswerte weisen dabei meine Eltern auf. Mein Weg war also vorgezeichnet.

Auch wenn ich mich lange gesträubt habe, ab dem 14. Lebensjahr half auch kein Kneifen der Augen mehr und ich musste eine Brille tragen. Da das „Stilempfinden“ meines 14-jährigen Ichs zum damaligen Zeitpunkt noch nicht sonderlich ausgereift und die Brille auch noch weit entfernt davon war als modisches Accessoire angesehen zu werden, gruselt es mich noch heute, wenn ich Bilder von damals sehe auf denen ich diese kleinen, runden, dunklen oder silbernen Metallfassungen auf der Nase trage – ich hatte sogar ein ganz besonders hübsches Exemplar mit runden blauen Gläsern, wenn ich mich recht erinnere…wie ich bereits sagte: gruselig! Mit 18 trug ich glücklicherweise bereits eine weitaus weniger grausige Brille, doch auch diese nach wie vor nicht mit Begeisterung.

Es wurde Zeit für Kontaktlinsen. Hier begann ich zunächst mit Tageskontaktlinsen, wechselte später auf Monatslinsen, ließ mir während des Studiums formstabile Linsen anpassen und unternahm auch einen Trageversuch mit Orthokeratologie-Kontaklinsen. Diese trägt man über Nacht, setzt sie morgens ab und ist in der Lage über den Tag ohne Brille und Kontaktlinsen zu sehen. Im Rahmen meiner Ausbildung zur Augenoptikerin entwickelte ich außerdem ein entspannteres Verhältnis zu meiner Brille, hatte Modelle die ich auch gern trug, bevorzugte aber in meiner Freizeit überwiegend Kontaktlinsen. So ist es auch bis vor Kurzem geblieben. Ich trug weiche Monatslinsen mit denen ich auch recht gut sehen konnte. Leider bemerkte ich zunehmend Einbußen in der Verträglichkeit der Linsen. Ich konnte die Kontaktlinsen nicht mehr so lange tragen wie ich es bisher gewohnt war, die Augen wurden zunehmend trockener, das Absetzen gestaltete sich schwieriger und es gab den einen oder anderen Tag an dem ich die Kontaktlinsen nicht einsetzen konnte weil meine Augen zu stark brannten, tränten und das Fremdkörpergefühl extrem groß war.

Glücklicherweise gibt es da ja den Hr. Maus! Seit meinem ersten Tag bei sehkraft erlebe ich Patienten, die überglücklich am Tag nach ihrer Lasik zur Nachkontrolle erscheinen und sich darüber ärgern, den Eingriff nicht schon viel früher durchgeführt zu haben. Außerdem konnte ich mir während meiner bisherigen Zeit im Augenzentrum ein Bild davon machen wie gut und stabil das Sehen auch Jahre nach der OP ist. Das Team (hier könnte man mir natürlich Voreingenommenheit unterstellen ;)) und die Technologie bei sehkraft sind herausragend – ich musste also nur noch den Angsthasen in mir in den Griff bekommen, was leichter gesagt war als getan. Letztendlich konnte ich ihn zunächst erfolgreich vertreiben und legte einen Lasik-Termin fest. Die 2-wöchige Kontaktlinsenpause, die vor der Lasik-OP notwendig ist, hat mich außerdem in meiner Entscheidung bestärkt, denn mit dem Brille tragen verhielt es sich mittlerweile in meinem Fall wie mit vielen anderen Dingen: wenn man sie tun MUSS, machen sie keinen Spaß.

Bis zum Tag der OP blieb ich erstaunlicherweise recht ruhig. Am Morgen des OP-Tages zeichnete sich allerdings doch die beginnende Nervosität ab und der Hase klopfte wieder an die Tür. Zum Glück kam an dieser Stelle unser Team ins Spiel.  Der Großteil meiner Kollegen hat sich bereits einer Lasik-OP unterzogen und versteht mehr als gut wie man sich in diesem Moment fühlt. Während aller Voruntersuchungen, dem Sehtest und der Untersuchung bei Hr. Maus habe ich mich daher sehr wohl und absolut gut aufgehoben gefühlt. So gut, dass ich sogar auf die angebotene Beruhigungstablette verzichtet habe. Der Angsthase wurde erfolgreich vom „Team Maus“ in die Flucht geschlagen, lediglich eine leichte Grundanspannung war noch vorhanden. Die OP selbst lief wie erwartet sehr schnell ab. Die ruhige Art von Herrn Maus, der während der OP alle Abläufe erklärt, vertrieb letztendlich auch das Gefühl der Anspannung und ich freute mich mehr und mehr auf das Sehen ohne Brille und Kontaktlinsen. Am unangenehmsten an der Behandlung war der Ansaugdruck des Femtosekundenlasers, welcher jedoch auszuhalten und keineswegs schmerzhaft war. Dies gilt, dank der betäubenden Augentropfen, die vor der OP verabreicht werden,  für den gesamten OP-Ablauf. Weder das Einsetzen der Lidfeder, das Umklappen des Flaps noch das Abtragen von Hornhautgewebe verursachen Schmerzen. Direkt im Anschluss an die OP konnte ich bereits besser sehen – ein Wahnsinnsgefühl. Alles war noch etwas milchig (was vielleicht der ein oder andere Kontaktlinsenträger kennt, der schon mal mit Kontaktlinsen der älteren Generation eingeschlafen ist. Dies verursacht ein ähnlich milchiges Sehen am Morgen danach) und wirkte irgendwie weichgezeichnet. Nach kurzer Erholungszeit im Ruheraum, wo ich bereits vorbereitend die erste Schmerztablette einnahm, und der ersten Nachuntersuchung bei Hr. Maus konnte ich nach Hause. Es war ein sehr sonniger Tag und die Lichtempfindlichkeit draußen doch sehr unangenehm, mit einer Sonnenbrille war aber auch dies auszuhalten. Ab diesem Zeitpunkt wappnete ich mich für das Einsetzen des Fremdkörpergefühls und das starke Tränen der Augen…die zweite Schmerztablette und die Schlaftablette lagen bereit. Auf beide war ich jedoch tatsächlich – sehr zu meiner Freude – nicht angewiesen. Von Stunde zu Stunde verschwand der milchige Schleier und das Sehen wurde besser und besser.

Bereits einen Tag nach der Lasik konnte ich die kleinsten Sehzeichen (160% Sehleistung) auf der Testtafel erkennen – zum Vergleich: mit meiner Fehlsichtigkeit von -4,00 dpt konnte ich vorher mit Mühe und Not das größte Sehzeichen (5% Sehleistung) gerade so lesen. Ich konnte außerdem an diesem Tag direkt entspannt arbeiten und auch zum Sport gehen. Ich spüre seit der Lasik-Behandlung vor 3 Wochen ab und an ein leichtes Trockenheitsgefühl wenn ich lange am PC gearbeitet habe und tropfe daher nach Bedarf die befeuchtenden Augentropfen, die ich nach der OP und am Tag der Nachkontrolle mitbekommen habe.

In der ersten Woche nach dem Eingriff nahm ich um Lichtquellen wie z.B. Autoscheinwerfer noch leichte Lichthöfe bzw –kränze wahr, dies verschwindet jedoch zunehmend. Zusammenfassend bleibt mir nun nur zu sagen, dass die Entscheidung für die Lasik eine der Besten war, die ich getroffen habe. Wie unsere Patienten denke auch ich heute:

„Hätte ich diesen Eingriff doch nur schon früher durchführen lassen!!“:)

Vielen Dank an Herrn Maus und das gesamte Team!“

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