Wenn eine Patientin so glücklich ist, dass sie uns einen solchen Text schreibt – dann sind wir auch wunschlos glücklich (und ein bisschen stolz):
„Hallo liebes Sehkraft Team, hallo lieber Herr Maus! Knapp 3 Monate sind vergangen, meine Nachuntersuchung hatte ich letzte Woche und ich möchte Ihnen sagen: ich bin wirklich glücklich! Es lebt sich anders! Ich habe Ihnen diesbezüglich mal meine ganz persönliche Sichtweise zukommen lassen… vielen Dank, machen Sie bitte noch viele Menschen glücklich! 🙂 Alex. Kim
Ein (Selbst-) Erfahrungsbericht, zum Thema Augenlasik & Superheldinnen. Oder auch: Bucket List No. 5, i did it! In meiner Bucket List, meiner persönlichen Wunschliste der Begehrlichkeiten, galt es lange den Punkt Nummer 5 respektvoll zu beäugen: Augen lasern lassen. Morgens aufwachen und sehen können! Geschlagen mit – 6,75 Dioptrien Fehlsichtigkeit, habe ich so einiges durchlebt und hatte so manches Mal ein Nachsehen. Nein, mit diesem Nasengestell das ja in den letzten Jahren eine Renaissance des Hip-seins erleben durfte, konnte ich mich nie so richtig anfreunden. Da konnte kein netter Augenarzt noch so oft betonen „aber Fräulein Kim, die steht Ihnen doch ganz ausgezeichnet, Sie haben ein Brillengesicht!“ Äh, bitte was? Äh, ne, auf gar keinen Fall! Dieses Behelfsmittel war einfach stets ein, im falschen Augenblick runter-rutschender Fremdkörper für mich und noch dazu so ungünstig platziert, in der Gesichtsmitte des Lebens, meines Teenagerlebens. Mein erster, von meinem Bruder mit Schmackes geschlagener Baseball, den ich NICHT gefangen habe, bescherte mir, dank Brille, einen bis heute prägenden Ein-Druck in Form einer Narbe, nämlich dort wo sich das Gestell tief in meine Augenbraue gebohrt hat. Zugegeben, mein Bruder war danach nie wieder so anfällig für Wiedergutmachung und Willens geschwisterliche Buße zu leisten, wie in besagten komplexen Heilungsverlauf der Narbe, aber trotzdem, ein denkbar schlechter Start für Brill-laterale Beziehungen! Mein erster Kuss, mit Brille? Unmöglich! War doch schon so verwirrend und nicht viel Platz dazwischen, also Augen zu und Brillen-los durch! In durchtanzten Nächten musste ich mich des Öfteren auf alle Viere begeben, um die im wilden Tanzgelage und meines nun, progressiven Tanzstils sei Dank, verloren gegangene Brillen-Töle wieder zu finden. Natürlich beschädigt, bisweilen so wie mein jugendliches Alter Ego. Irgendwann erschien es mir dann sinnig und total befreiend lieber halbblind durchs Leben zu gehen, was mitunter für extrem komische Situationen und legendäre Anekdoten sorgte und noch heute im engen Freundeskreis Lachsalven-dienlich ist, Freunde! Noch viel später, beschloss ich Kontaktlinsen in mein Leben und auf meine Augen zu lassen und war in dieser Partnerschaft eine ziemlich lange Zeit zufrieden. Gut, Spontanität und Kontaktlinsen waren jetzt nicht so miteinander vereinbar, das erforderte schon eine gewisse Kompromissbereitschaft meinerseits. Auf Reisen waren die Linsen äußerst kapriziös. Freiheitsliebende; nach Unabhängigkeit schwimmende Seh-Pferdchen im lybischen Meer, heißer namibischer Sand im Augengetriebe, Afrikas unerbittliche Sonne und die begrenzte Temperaturliebe meiner Kontaktlinsenflüssigkeit, anstrengend. Und immer vor Augen, diese begrenzte Sichtweise, sobald die Dinger die besagten Sehapparate verließen. Nicht schön und eine schwer-spürbare totale Abhängig- und Hilflosigkeit in besagten Momenten, schlimm für einen Freigeist wie mich. In den letzten Jahren haben die langjährigen Begleiter und ich mich dann zusehends entfremdet, waren mir eher ein Dorn im Auge. Wir haben uns einfach nicht mehr vertragen, Kontakt verloren. Gemeinsame Zeit, abgelaufen, aus und vorbei. An meinem 40sten habe ich dann gedanklich Nägel mit Köpfen gemacht. Lasik, sofort! Äh, zumindest noch in diesem Jahr. Oder gar nicht, so! Geliebäugelt, schon lange. Ernsthaft eigentlich erst ein halbes Jahr zuvor, bei einem Lasik-Infoabend im Sehkraft Augenzentrum Maus in Köln. Ich lasse mir die große weite Lasik-Welt erklären, ganz unverbindlich, versteht sich. Die Praxis selbst, rein visuell, eine Augenweide: unkonventionell, ansprechend, angenehm unsteril. Nicht dass das ein wirklich wichtiger Entscheidungsfaktor wäre, aber sich auch räumlich wohlzufühlen, kann definitiv nicht schaden. Das Team, eingespielt, Arbeitsabläufe fließen routiniert, aber herzlich, mit einem Lächeln. Der Maestro selbst, Herr Maus, überzeugt mich an dem Abend gleichermaßen mit Fachwissen, der Gabe dieses verständlich und entspannt zu vermitteln und auch menschlich. Ja, da bin ich verkappt idealistisch. Kein Unhold legt Hand an meine Äugäpfel! Aber der gute Mann ist ein angenehmer Zeitgenosse seiner Zunft…freundlich, unaufgeregt und er führt keine selbstverliebten Fachmonologe, puh. Schön, dass an diesem Abend wirklich immer Patient und Lasik im Vordergrund stehen. Meine Bedenken machen Pause, an dem Abend. Es folgt, Schlag auf Schlag… abcde. a) Die Entscheidung. Ja, ich will! b) Die Voruntersuchung. Die sind aber gründlich, oder: Man, bin ich aufgeklärt! c) Der Operationstermin.Zweiundzwanzigster April Zweitausendfünfzehn. Zwölf Uhr dreißig, Eye-Noon. d) wie Dealing with issues, strikte Vorgaben. Oder: ich nehme den Umlaut Ü. Vor der OP muss ich Brille tragen, zwei elendig lange WOCHEN, uh, die eitlen Befindlichkeiten sitzen tief, interessant. Stichwörter mit Ü: ü…berwinden, ü…bersichhinauswachsen, ü…bel. Ü…berlebt! e) Das Ziel vor Augen, oder: Tag der OP! Mentale Verstärkung oder Doppelung der Ängste? Egal, die engste Freundin muss mit! Am Tag der OP, erneute Untersuchungen und das Urteil: Frau Kim, sie haben’s dicke! Wie bitte?! Na hören‘se mal, Herr Maus! Ach so…Hornhaut! Na, wenn das gut ist…na gut, von mir aus. Auf die ganze Aufregung erst mal ein Vollkornschnittchen, lecker! Und ein ums andere Mal, beherztes Ein-Greifen in die große Schale mit den Sü… Nervennahrung! Praktisch auf ärztliche Anweisung, beruhigend. Fast. Herzpochen, kribbel-krabbel. Wie bei einem Gesangsauftritt, nur das ich da gefühlte 10 Sekunden kribbele und danach jeden Augenblick, jede Nanosekunde, genieße! Gedanken im Minutentakt. War es falsch, die angebotene Beruhigungstablette nicht einzunehmen? Nein, ich bin eine starke unabhängige Frau, wäre ja gelacht! Alle wartenden Mitpatienten sind so verdammt abgeklärt und unaufgeregt hier, Pokerfaces. Ich bin ein emotionaler Mensch! Ich bin impulsiv! Ich bin im Sternzeichen der Fische geboren… ich KANN gar nicht anders! Schiss inne Buchs. Ich bin ruhig und ein Fluss…ohm. Soll er mich doch weglasern, wegdampfen. Auf meinem Grabstein kann dann stehen: sie ist einfach abgedampft. Kim-Dampf-in-allen-Gassen, das haste davon! Meine Gedanken machen Sprünge, wie immer. Vielleicht reicht es ja sogar zur neuen Superheldin, fängt doch immer so an… etwas läuft schief und… …“Frau KIM“. „Ich bin jetzt dran? Okeeee, komme.“ Noch eine längste Praline der Welt in den Mund geschoben, könnte ja die Letzte sein… (ach, sie hat immer so gerne gegessen!) Noch einen tollen Haarschmuck auf, Marke Kopfkondom. (Egal). Eine fatalistische Grundeinstellung nimmt neben mir Platz. Alles egal, ich.werde.sehen. „Einmal bitte hier hinlegen, Frau Kim.“ Na klar, auf den Rücken, schön hilflos! (Egal). Herr Maus hätte auch durchaus ein fabulöser Synchronsprecher werden können, sehr angenehmes Timbre, irgendwie beruhigend. „Wie, Sie haben nicht die Tablette genommen? Ja, schade!“ Warum lache ich jetzt eigentlich? Das ist NICHT lustig, echt man! Ein bisschen vielleicht… (Egal.Egal.Egal) Mir wird währenddessen jeder Schritt erklärt. Ich schaue ins grüne Licht, keine Schmerzen. Anfänglich dieser kurze ungewohnte Druck auf den Augen. Keine Schmerzen, nur Kopfkino. Aber nicht schlimm. Gar nicht schlimm! Sollte es doch ein Leben nach der Lasik geben? Bin ich die Jahre nicht auch super ohne Superkräfte ausgekommen? Ist die Welt WIRKLICH schon bereit für eine neue Superheldin, mit Laserstrahl-Mandelaugen? Nun kommt er mit dem Schwämmchenbesen und fährt über meine frisch zurückgeklappte Hornhaut… mhm, fühlt sich irgendwie gut an, echt jetzt! Ich bin verrückt. (Egal, fühlt sich gut an). „So, fertig, Frau Kim…dann können Sie sich mal langsam aufrichten!“ Ich lebe, ich bin nicht verdampft! (Egal). Ne, super!! Und, überhaupt…wie, schon vorbei? So schnell? Minuten. Der erste Blick. Ich sehe. Leicht verschwommen, wie angekündigt…aber, ich BIN eine Superheldin. Schöööön. Alles so schön bunt hier…schöön. Hinlegen und ausruhen? (Egal). Ich sehe. I did it! Der Operateur mit der ruhigen Hand, mein unangefochtener Held des Tages. Habe ich so zuvor auch noch nie einem Mann ins Gesicht gesagt… (Egal!) Ruhezeit. Nachuntersuchung, Entfernung der Schutzlinsen. Tropfplan. Bewege mich automatisiert im Glückstrance-Modus… ja, bis morgen dann und nochmal, vielen Dank! Ein letzter Griff in die Schale, die längste Praline der Welt… noch viel länger als angenommen. Rückfahrt, Stillstand im Stau. Die Augentropfen-Betäubung lässt so langsam nach und es brennt zunehmend. So stelle ich mir Sonnenbrand vor, nur auf den Augen, unangenehm aber aushaltbar. Wahrscheinlich wirkt die entfachte Laserkraft und meine Hornhaut transformiert sich gerade. (Egal). Einfach schnell ins Bett und Augen zu. Vorher noch den Augenschutz auf die Augen geklebt, ich sehe aus wie… (i’m a human fly) und…zzzzzzzzzzzzzzzzz. Aufwachen nach 4 Stunden mit leicht milchiger Sicht. Keine Laserstrahlen, keine Schmerzen, nicht schlecht, nicht super. Was für ein Tag! Ob ich morgen wohl wirklich schon alleine zur Untersuchung nach Köln fahren (fliegen) kann? (Bestimmt). Der Tag danach. Der Morgen dämmert schon, das spüre ich. Aber ich halte meine Augen noch eine Weile geschlossen. Ich möchte die Art von Sonnenschein-Szenerie, bei dem die Blutsauger in den billigen Vampirfilmen immer so herrlich verbrutzeln… (Kontrollfreak, ich weiß.)…erst dann werde ich meine Augen öffnen (und erblinden). Mein großer Augen-Blick (Einsatz der unerträglich-schwülstigen Filmmusik…) Und dann ist er da. Der Moment… auf-aufwachen, Augen öffnen und SEHEN! (Kein Ton) Superkraft. Superheldin mit Super-Tränendrüsenkraft (kurz: STDK) . Ich beobachte andächtig meine neue alte Welt, während ich meine STDK noch eine Weile optimiere und die Welt bewässere, ganz selbst-los! So machen das Superheldinnen…
Nachtrag: Knapp drei Monate nach Entdeckung meines Potenzials, habe ich nun eine Supersehkraft von 125 % erreicht. Super! Vielen Dank.“ (Alex Kim, Facebook, 2015)

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