Glaukom
Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, gehört zu den häufigsten Ursachen für dauerhafte Sehverschlechterungen. Dabei kommt es meist durch einen erhöhten Augeninnendruck zu einer Schädigung des Sehnervs.
Da die Erkrankung lange Zeit ohne Beschwerden verläuft, sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen besonders wichtig. Früh erkannt, lässt sich ein Glaukom in den meisten Fällen gut behandeln und das Sehvermögen langfristig erhalten.
Symptome eines Glaukoms:
Ein Glaukom entwickelt sich meist schleichend. Viele Betroffene bemerken zunächst keine Veränderungen, da das Gehirn Ausfälle im Gesichtsfeld lange kompensiert.
MERKMALE
- Schädigung des Sehnervs.
- Schleichender Verlauf: Erste Veränderungen bleiben oft unbemerkt.
- „Blinde Flecken“: Bestimmte Bereiche werden nur noch eingeschränkt wahrgenommen.
- Häufigste Ursache: Erhöhter Augeninnendruck.
- Primäre Behandlungsmethode: SLT-Lasertherapie.
- Frühzeitige Vorsorge schützt das Sehvermögen.
Patienten mit einem Glaukom können bestimmte Bereiche nicht mehr oder nur noch eingeschränkt wahrnehmen („blinde Flecken“). Diese Einschränkungen des Gesichtsfeldes können im Laufe der Jahre zunehmen und erschweren zunehmend den Alltag. Beim Geradeaussehen, wie z.B. beim Autofahren, kann man zwar die Straße vor sich klar erkennen, die Personen und Gegenstände links und rechts auf den Gehwegen jedoch nicht.
Auch die Anpassung an unterschiedliche Lichtverhältnisse kann schwierig sein, z.B., wenn man von draußen in einen dunkeln Raum kommt. Zudem fällt es Betroffenen oft schwer, Hindernisse wie Stufen richtig einzuschätzen.
Ursachen eines Glaukoms:
Die häufigste Ursache eines Glaukoms ist ein erhöhter Augeninnendruck. Dieser entsteht, wenn das Kammerwasser im Auge nicht mehr ausreichend abfließen kann. Der erhöhte Druck schädigt langfristig den empfindlichen Sehnerv.
Zu den Risikofaktoren zählen:
- Höheres Lebensalter
- Familiäre Vorbelastung
- Erhöhter Augeninnendruck
- Bluthochdruck
- Kurzsichtigkeit
- Durchblutungsstörungen
Behandlung des Glaukoms
SLT-Laserbehandlung
Die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) ist eine schonende und effektive Lasertherapie zur Behandlung des Glaukoms. Dabei wird das natürliche Abflusssystem des Auges gezielt mit einem speziellen Laser stimuliert, sodass das Kammerwasser wieder besser abfließen kann.
Die SLT-Lasertherapie erfolgt ambulant, ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Sie gilt als erste Therapieoption vor drucksenkenden Augentropfen.
Behandlung mit Augentropfen
In vielen Fällen erfolgt die Therapie mit speziellen Augentropfen. Diese senken den Augeninnendruck entweder durch eine verminderte Produktion des Kammerwassers oder durch einen verbesserten Abfluss. Die Tropfen müssen regelmäßig angewendet werden, um eine stabile Drucksenkung zu erreichen. Allerdings gestaltet sich die Einnahme, gerade bei älteren Patienten, häufig als sehr schwierig.
Frühzeitige Vorsorge schützt das Sehvermögen
Da ein Glaukom lange unbemerkt bleiben kann, sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr oder bei familiärer Vorbelastung besonders wichtig.