FLEX ist eine neuartige Methode zur Korrektur der Fehlsichtigkeit.
Hierbei wird mit einem Femtosekundenlaser (Infrarotlaser) eine linsenförmige Lamelle innerhalb der Hornhaut geschaffen, die dann durch einen oder mehrere kleine Einschnitte vom Augenchirurgen entfernt wird. Die Form der Lamelle wird so berechnet, dass sie die vorhandene Fehlsichtigkeit korrigieren soll.
Der Vorteil der Methode liegt darin, daß durch die kleinen Schnitte weniger Nervenfasern durchtrennt werden, als bei der LASIK. Dies führt vermutlich zu einer geringeren postoperativen Trockenheit des Auges.
Die Methode hat jedoch einen entscheidenden Nachteil. Der benutzte Infrarotlaser hat systemisch bedingt eine gegenüber dem Excimerlaser (Ultraviolettlaser) 10-fach höhere Ungenauigkeit. Die heute eingesetzten Femtosekundenlaser können diese Lamelle mit einer Genauigkeit von 10-15µ erstellen. Dies entspricht einer Zielgenauigkeit von ±1 Dioptrie und ist 20 mal ungenauer, als der Excimerlaser. Alle bisher veröffentlichten Studien belegen das. Behandlungen unterhalb von 2 Dioptrien werden nicht durchgeführt. Damit sind Feinkorrekturen, Nachkorrekturen oder exakte Vorhersagbarkeit des Ergebnisses grundsätzlich nicht möglich.
Technische Weiterentwicklungen können in der Zukunft die Genauigkeit bis auf maximal 8µ (1/2 Dioptrie) erhöhen und liegen damit immer noch 10-mal ungenauer als der Excimerlaser.